Alle schützende Motorradbekleidung ist nicht gleich.
Egal, ob du dein erstes Motorrad kaufst oder eine Weltreise vorbereitest – es ist leicht, sich dazu verleiten zu lassen, alles zu kaufen, was als „schützend“ bezeichnet wird, und sich stattdessen auf den Stil zu konzentrieren.
Du wärst nicht der Erste, und wir finden ganz sicher nicht, dass du beim Stil Kompromisse eingehen solltest – aber wenn es darauf ankommt, deine Ausrüstung auf die Probe zu stellen, wünschtest du dir vielleicht, du hättest etwas mit einer höheren Einstufung gewählt.
Damit Kleidungsstücke als schützende Motorradbekleidung gelten, durchlaufen sie unabhängige Labortests, um ihre Sicherheitsbewertung zu bestimmen. Diese Einrichtungen messen lebenswichtige Faktoren wie Abriebfestigkeit, Nahtfestigkeit und Reißfestigkeit.
In Großbritannien und der EU folgt die Prüfung der Norm EN 17092, die den Körper in bestimmte Zonen unterteilt. Jede Zone hat je nach Risiko unterschiedliche Schutzanforderungen, und die Ergebnisse der Bekleidung bestimmen ihre Einstufung. Den Unterschied zwischen diesen Bewertungen zu verstehen, kann buchstäblich dein Leben retten.

Unterschiedliche Ergebnisse
Vor der Freigabe wird jede Stil- und Farbvariante von Schutzbekleidung umfangreich geprüft, um Sicherheits- und Qualitätsstandards zu erfüllen. Alle Produkte müssen die grundlegenden Tests bestehen, darunter die Analyse der bei der Herstellung verwendeten Chemikalien, um sicherzustellen, dass sie hautfreundlich sind (Unschädlichkeitstest), sowie die Bewertung der ergonomischen Passform.
Bestimmte Tests wie der Aufprall-Abriebfestigkeitstest bieten unterschiedliche zulässige Bewertungsklassen und liefern wertvolle Erkenntnisse, damit du die Schutzbekleidung auswählen kannst, die am besten zu deinem Fahrstil passt.
Aufprall-Abriebfestigkeitstest
Um reale Unfallszenarien zu simulieren, verwendet eine AART-Maschine (Advanced Abrasion Resistance Tester) eine rotierende Schleiftrommel auf den Materialien, um ein abrasives Gleiten zu simulieren. Die Drehzahl, der ein Kleidungsstück standhält, bestimmt seine Einstufung, und jedes Loch, das bei der Prüfung größer als 5 mm ist, gilt als nicht bestanden.
Ergebnisse
A - 265 Umdrehungen pro Minute
AA - 412 Umdrehungen pro Minute
AAA - 707 Umdrehungen pro Minute
Reißfestigkeitsprüfung
Ergebnisse A - 35 Newton Nahtfestigkeitsprüfung Die Nahtfestigkeit misst die Kraft in Newton, die nötig ist, um eine Naht auseinanderzureißen. Dieser Test ist besonders wichtig an zentralen Verbindungsstellen, etwa an der Schulternaht, wo der Arm mit dem Rumpf verbunden ist. A - 35 Newton Prüfung der Formstabilität Um zu gewährleisten, dass die Kleidungsstücke ihre Passform behalten und Protektoren sicher an ihrem Platz bleiben, werden sie in einer industriellen Textilprüfmaschine umfassend getestet. Nach fünf Waschzyklen unter streng kontrollierten Bedingungen, bei denen Wassergeschwindigkeit, Schleudergänge und Temperatur exakt geregelt sind, führt jede Schrumpfung über 5 % zu einem automatischen Nichtbestehen. Die Kleidungsstücke werden dann anhand ihrer endgültigen Testergebnisse kategorisiert – von der Einstiegsbewertung C, die nur minimalen Schutz bietet, bis zur Spitzenklasse A, die für die höchsten Standards bei Sicherheit und Haltbarkeit steht. Alle unsere Kleidungsstücke sind so konzipiert, dass sie sowohl Aufprall- als auch Abriebschutz bieten, und sind mit D3O® Ghost™-Gliedmaßprotektoren ausgestattet, um die Sicherheit des Fahrers zu erhöhen. Zu verstehen, wovor deine Ausrüstung dich schützt, ist beim Kauf entscheidend. Für Rennstreckeneinsätze oder Geländefahrten können deine Prioritäten anders liegen und sich auf bestimmte Leistungsanforderungen konzentrieren. Bei der Auswahl schützender Motorradbekleidung für den Alltag sollte jedoch Vielseitigkeit oberste Priorität haben, damit du für jede Situation vorbereitet bist.
AA - 40 Newton
AAA - 50 Newton
AA - 40 Newton
AAA - 50 Newton
Die endgültige Einstufung
